Pferdeosteopathie - die sanfte Therapie
- Christina

- vor 2 Tagen
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Aktualisiert: vor 1 Tag
Hi, ich bin Christina und heute möchte ich Dir meine Arbeit als Pferdeosteopathin vorstellen. Im Video siehtst du einen kurzen Ausschnitt aus einer Behandlung. Ich arbeite hier mit meiner Stute Winterblume. Sie ist bereits über 20 und wird schon lange nicht mehr geritten. Sie hat Probleme mit den Sehen an beiden Hinterbeinen und durch ein lange zurückliegendes Trauma ein sehr festes Genick. Ich sage jetzt UND, dabei gibt es osteopathisch gesehen einen Zusammenhang zwischen dem Genick und den Sehnen der Hinterbeine. Durch die Behandlung des Genicks können wir die Spannung in den Sehnen reduzieren. Im Bereich Kopf/HWS gibt es natürlich noch viel mehr Strukturen, an denen wir arbeiten können. Im Film siehst du ein paar Ausschnitte.
Wenn ich eine Behandlung beginne, verschaffe ich mir bei der Adspektion und im Gespräch mit der BesitzerIn einen groben Überblick. Dann nehme ich Kontakt mit dem Pferd auf und schaue, ob es bereit ist, sich von mir berühren zu lassen. Ich lege Wert darauf, dass das Pferd während der Behandlung ganz bei sich ist und in seinen Körper hineinspürt. Das gelingt mir, indem ich selbst stabil und entspannt stehe und ganz bei mir bleibe.
Ich beginne mit der Behandlung natürlich nicht am Kopf und auch nicht in schmerzhaften Regionen.
Anhand der Anamnese und meiner Intuition bin ich immer auf der Suche nach der darunter liegenden Läsion. Das bedeutet, dass die Ursache eines Problems oft gar nicht an der Stelle zu finden ist, an der der Schmerz oder das akute Problem ist. Manchmal gibt es einige "Schichten" abzuarbeiten, sodass wir manchmal nicht bei der ersten Behandlung bis ans Kernthema gelangen.
Sollten sich die Zusammenhänge im Stand nicht deutlich genug zeigen, sehe ich mir das Pferd in der Bewegung an und gehe dann in der Bewegung ins Spüren. Ich begleite das Pferd, das von der BesitzerIn geführt wird, und fühle nach, wo die Bewegung biomechanisch nicht korrekt ist, oder nicht "durchgeht".
Die Wirbel der Pferde sind, wie die des Menschen, in einer Kette angeordnet. Wenn es in dieser Kette irgendwo "hängt" hat das Auswirkungen auf die gesamte Bewegung.
Der Urspurung aller Bewegung ist die Wirbelkette; gibt es dort Themen, so reagiert der Körper mit Ausweichbewegungen von Rumpf, Hals, Beinen etc.. Blockierte Segmente sind ebenso, wie zum Beispiel gegenläufige Rotationen, durch das Auflegen der Hand auf den Pferderücken im Schritt zu spüren.
Anschließend arbeite ich im Stand weiter und löse diejenigen Strukturen, die zu lösen dran sind. Das bedeutet, dass manche Blockaden entweder (noch) nicht dran sind, oder dass das Pferd diese Blockaden aktuell (noch) benötigt. Das kann bei akuten Verletzungen der Fall sein.
Zum Schluss gehen wir wieder in die Bewegung. Das Pferd wird geführt und ich begleite die Bewegung, damit das Pferd die Veränderungen in seine Bewegung übernehmen kann. Das Nervensystem ist ja bereits länger an das alte Bewegungsmuster gewöhnt und würde die positiven Veränderungen schnell wieder mit dem alten Muster "überschreiben", wenn wir ihm nicht die Gelegenheit geben zu spüren, dass das Neue sich richtig gut anfühlt.
Eine Behandlung dauert ca 60-90 Minuten. Abhängig vor allem auch davon, wie sich das Pferd konzentrieren kann.
Ich bin ausgebildete Pferdeosteopathin nach Welter-Böller, habe Fortbildungen unter anderm bei Tanja Richter gemacht und arbeite mit sanfter Mobilisation und osteopathischen Techniken. Darüber hinaus habe ich Bewegungssensopathie, Zwerchfellintegration und die Neurokugel nach bei Roland Pausch gelernt. Als Trainerin kenne und nutze ich biomechanische Zusammenhänge und mein größtes Anliegen ist es Pferden im Training aus der Trageschwäche zu helfen. Pferdeosteopathie und Training gehen dabei Hand in Hand.
Mein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge im Körper hat jedoch mit meiner eigenen Geschichte zu tun. Einige Stürze und andere ungünstige Begebenheiten haben dazu geführt, dass mein Körper gewissermaßen von Kopf bis Fuß " blockiert" war, und ich unter Gelenkschmerzen, Brainfog, Migräne, Spannungskopfschmerz, Schlafproblemen und Lebensmittelunverträglichkeiten litt . Glücklicherweise konnte ich nach vielen Jahren, in denen ich fast alles ausprobiert habe, meinen Weg aus der Schmerzgeschichte heraus finden und die Symptome bis auf einige wenige los werden. Daher kann ich sagen: ich weiß, was auf diesem Gebiet funktioniert und was nicht! Mehr zu diesem Thema erzähle ich in einem anderen Blog.
Melde dich bei mir, wenn du meine Unterstützung für dein Pferd wünschst!


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